Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

February 20 2012

#sbsm beim Metaday #48

Letzten Freitag hat Mitherausgeber hc voigt beim Metaday #48 etwas zum Konzept des #sbsm Projekts erzählt. Der Metaday ist eine regelmäßige Veranstaltung des Wiener Hackerspace Metalab:

Einmal im Monat lädt das Metalab Vortragende aus aller Welt ein, bei uns von ihren Projekten und Ideen zu erzählen. Anschließend gibt es Platz für Lightning Talks, wo Besucher aktuelle Unternehmungen und Vorhaben vorstellen können, sowie ein Buffet und gemütliches Ambiente für Diskussion und Austausch.

Der Vortrag ist aufgezeichnet und hier in zwei Teilen dokumentiert. Der erste Teil ist angekündigt als «knapper Überblick zu einem an Systemlogiken gemessen ziemlich unwahrscheinlichen Projekt». Soll heißen, Christian erzählt einfach etwas zur Grundidee, zur Entwicklung und zu Hintergründen des Cross Media Projekts …

Der zweite Teil ist angekündigt als «Einblicke zu Fällen, die nicht publiziert werden können» und greift vor allem das Thema des Buchbeitrags Heul nicht! Sag was! von Lanu und Christian auf.

Teil 1:

www.youtube.com/watch?v=E4Vwr8H_K4w

Teil 2:

www.youtube.com/watch?v=7oIeacg4UKg

und immer einen Besuch wert, das

Metalab Wien

Metalab Wien

January 30 2012

PPT zum “Making of #sbsm”

Am Vormittag des zweiten Camptags haben wir von Seiten des Verlags über das “Making of” berichtet und dafür eine umfangreiche Präsentation mit 62 Folien vorbereitet.

Siehe zum Thema des making of auch unseren Eintrag im Projektblog, die Anmerkungen zum “Making of” von Verlagsseite.

Hier ist die PowerPoint-Präsentation zum Durchblättern, wir hoffen, der Vortrag hat Gefallen gefunden und die Präsentation tut das immer noch …

October 06 2011

Vortrag: “Making of”, Verlag 3.0 – wie ein Buch in Sozialen Medien entstehen kann

Die Projektverantwortlichen des ÖGB-Verlags, Gerhard Bröthaler, Habiba Memedoska und Dagmar Thurnhofer, informieren über die technischen und verlegerischen Hintergründe zum (Buch-)Projekt „Soziale Bewegungen und Social Media. Ein Handbuch für den Einsatz von Web 2.0.”

Termin: 20.10.2011, 10.00 bis 11.30 Uhr

Mit „Soziale Bewegungen und Social Media“ ist der ÖGB-Verlag in neues Territorium im Verlagswesen vorgestoßen. Entstanden ist ein Projekt, das nicht nur ein Buch und nicht einmal nur ein „Cross-Media-Buch“ samt Blogplattform und zweitägigem #sbsmCamp ist, sondern soziale Bewegungen und Social Media ganzheitlich aufgreift und neue Vorgangsweisen in verlagstechnischen Arbeitsweisen, Entwicklungsprozessen, Marketingstrategien und Geschäftsmodellen bedeutet.

Mit dem Buch und der Blog-Plattform “sozialebewegungen.org” wurde eine vollständige Vernetzung zwischen Print und Online erreicht. Typische Elemente aus der Online-Welt, wie Links, Kommentare, Avatare, Youtube-Videos usw. wurden im Buch übernommen und führen direkt über QR-Codes und eigene Beitrag-URLs online zu tieferen Informationen und Interaktionsmöglichkeiten. Das Projekt wurde von der ersten Minute auch über Facebook, Twitter und Blog kontinuierlich während der ganzen Entstehung begleitet.

Mit dem Kauf des Buchs erwirbt man zusätzlich automatisch ein e-Book. Gleichzeitig sind alle Inhalte des Buchs im Internet und auch gratis verfügbar, kommentierbar und entwickeln sich laufend weiter. Buch und Blog sind unter Creative Commons lizenziert.

Sämtliche Standardprozesse der Entstehung eines Buchs wurden in diesem Fall vollkommen verlassen. Die Abwicklung der gesamten Produktionsprozesse wurde über Social Media Tools, wie Wiki, Blog, Google, Facebook usw. als kollaborative Werkzeuge zwischen Herausgebern, 47 Autor_innen in Österreich, Deutschland und der Schweiz durchgeführt.

Mehr Informationen zum “Making of” hier beim Verlag und natürlich in unserem #sbsm Projektblog.

September 13 2011

Anmerkungen zum “Making Of” von Verlagsseite

The future of the book is the blurb.
Marshall McLuhan

Im Frühjahr 2010 entstand die erste frühe Idee zu diesem “Buchprojekt” der etwas anderen Art.

In 4 Tagen, am Freitag dem 16.9., werden die Bücher aus der Druckerei in unser Verteilungszentrum des Verlags und zu unseren Partnern nach Deutschland geliefert, in unsere Buchhandlung des Verlags und in die Büroräumlichkeiten, von wo es dann sicher sofort erste Smartphone Bilder der Anlieferung geben wird.
Am Montag beginnt die Aussendung an die 46 Autorinnen und Autoren, Buchhandlungen und RezensentInnen.

Am Mittwoch, dem 21.9., beherbergt die Fachbuchhandlung unseres Verlags den 1. #sbsmTaalk. Es ist anzunehmen, dass es sich nicht um die übliche Buchpräsentation handeln wird.

Mit «Soziale Bewegungen und Social Media», dem Handbuch für den Einsatz von Web 2.0 in der politischen Arbeit und für politischen Aktivismus, sind wir als Verlag in neues Territorium vorgestoßen und haben uns in ein Projekt gestürzt, das nicht nur ein Buch und nicht einmal nur ein «Cross Media-Buch» samt Blogplattform und zweitägigem #sbsmCamp ist, sondern ein Feldversuch in neuen verlagstechnischen Arbeitsweisen, Entwicklungsprozessen und Marketingstrategien ist. Wir sind dieses Risiko bewusst und nicht leichtfertig eingegangen, wissend, dass wir auf viele Hürden stoßen werden und viel erst ausprobieren, selbst entwickeln und lernen müssen, weil es so ein “Buch” wie dieses – und daher die Erfahrungen für solche Projekte – noch nicht gibt.

Aus Perspektive des Verlagswesens war es wertvoll zu erfahren und zu analysieren, wie kollaborative Tools und das Web nicht nur politische und gesellschaftliche Informations- und Kommunikationsprozesse verändern, sondern auch die verlegerischen Prozesse beeinflussen. Bei uns im Verlag fragen wir uns nun, ob das, was wir gerade ausprobiert haben, bald Standards sein könnten: Die Projektbegleitung ab der ersten Idee über Facebook, Google+, Twitter, die Projektdokumentation per Blog und mit Fotos und Video über Flickr und YouTube, Dokumentübergaben in der Wolke und das Lektorat sowie der Export von Text und Design über ein Wiki abgewickelt werden? Wer weiß?

Zur Sicht des Verlags auf dieses außergewöhnliche Projekt mit seinem Pioniercharakter haben wir im Projektblog schon einmal über die Entscheidungen, die Fragen und neuen Abläufe berichtet, die dieses Cross Media Projekt mit sich bringt. Das war im März unter dem Titel Das Aufwachen der Gutenbergschen Schlafmützen …. Der Titel deutet es an, die gesamte Verlagsbranche befindet sich in einer Phase der Umbrüche und der Unsicherheit: neue Player in der Branche, neue Anforderungen der Leser_innen, neue Technologien. Niemand in der Branche ist sich ganz sicher, wie umgehen mit dem Thema e-Book, wie mit digitalen Inhalten generell, mit welchen Geschäftsmodellen in die Zukunft investieren?


Dieses Projekt ist eine Antwort unseres Verlags auf einige der Fragen, bei denen wir uns sicher sind, und ein Experimentieren mit einigen Dingen, wo wir glauben, dass es so gehen und dort hingehen könnte. Unser Ziel war und ist es, den Content in den unterschiedlichsten Ausgabeformen und Kanälen zu distribuieren, mit der Besonderheit “digital for free”. Diese strategische Entscheidung haben wir getroffen, um die anderen Säulen des Geschäftsmodells zu stärken, nämlich den Buchverkauf anzukurbeln, ein großes Camp veranstalten zu können, Merchandising sowie weiteren Know-how-Verkauf in Form von Weiterbildungs-Modulen zu ermöglichen.

Jetzt sind es nur mehr Tage bis dieses Buch unter der «Creative Commons-Lizenz BY-NC-SA» erscheint. Damit haben wir uns als Verlag der weltweiten Creative Commons-Bewegung angeschlossen, die möglichst viele Urheber_innen dazu motivieren will, ihre Werke auch anderen bereitzustellen. Content soll durch diese Form der genau definierten und gesicherten Nutzungsbewilligung einfacher von der Allgemeinheit genutzt werden können und darauf aufbauend Neues entstehen. In der Langform der Lizenz heißt das, die Nutzung des Werks beziehungsweise der Inhalte ist unter der Bedingung der Namensnennung zur nicht kommerziellen Weitergabe unter gleichen Bedingungen freigestellt, kann also zum Gemeinwohl genutzt werden.

Im Buch gibt es den Beitrag Auszug aus dem NetzKnigge der beiden Herausgeber, der weitere Ausführungen zu Creative Commons, Urheberrecht und freien Lizenzen enthält. Es ist also die Logik des Buches selbst, das unsere Entscheidung für eine CC-Lizenz nahe gelegt hat und wir sind den Schritt trotz der ersten Kopf schüttelnden Reaktionen im Verlag gegangen. Es sind Entscheidungen wie diese, die von KollegInnen in der Verlagsbranche mit ebenso viel Erstaunen, Skepsis wie Neugier beobachtet und kommentiert werden.

Spannend und sehr herausfordernd wurde es für den Verlag in der Abwicklung der Produktionsprozesse über Social Media-Tools. Neben der Verbreitung der Inhalte und Möglichkeit zur Diskussion und Weiterentwicklung der Inhalte über Social Media wollten wir noch etwas ausprobieren, nämlich die Abwicklung kompletter Produktionsprozesse mit den kollaborativen Werkzeugen, um die es auch im Buch geht. Unter kompletter Abwicklung verstehen wir die gesamte Entstehung von der ersten Idee bis zur Übergabe an die Druckerei. Die Standard-Prozesse des Verlags wurden dabei vollständig verlassen, “Cross Media” war das Gebot und ein Wiki und ein Blog dessen Haupt-Boten.

Die Herausgeber setzten das Arbeitswiki auf, arbeiteten mit vielen Autor_innen dort die Beiträge ein und das Buch aus. Das Wiki war aber auch Kommunikationsplattform zwischen Herausgebern und verschiedenen Abteilungen des Verlags, im Wiki wurden Beiträge lektoriert und von dort direkt in den Buchsatz übernommen. Klingt alles einfach, ist es zugegeben aber nicht gewesen. Neue Prozesse müssen sich einspielen, und mehrmals war es notwendig, mit der großen Brechstange statt mit Samthandschuhen die Rädchen wieder ins Rollen zu bringen. Das ist wohl eine logische Konsequenz, wenn dezentrale, flexible Strukturen auf zentralisierte, straffe Abläufe treffen.

Auf das Ergebnis können alle Beteiligten stolz sein. Wir haben als Verlag etwas riskiert, einiges ausprobiert und viel gelernt. Das #sbsm Cross Media Projekt ist noch lange nicht abgeschlossen, aber Arbeitstechniken und Abläufe aus diesem Projekt sind bereits in andere Buchprojekte eingeflossen.
Der Weg ist spannend und in dem Zusammenhang wollen wir noch eine Einladung aussprechen: Am #sbsmCamp im Oktober werden wir uns am zweiten Camptag, dem 20. Oktober, mit dem “Making Of”, den Implikationen für das Verlagswesen und allgemein dem Publizieren in unseren Zeiten des gravierenden Medienwandels beschäftigen.

Gerhard Bröthaler, Geschäftsführer
Dagmar Thurnhofer, Projektleiterin

March 23 2011

Das Aufwachen der Gutenbergschen Schlafmützen …

Vor mittlerweile fast einem Jahr entstand die erste frühe Idee zu einem Buchprojekt, das heute «#sbsm – Soziale Bewegungen und Social Media» heißt und hier über eine eigene Website verfügt. Heftige Diskussionen zwischen den nunmehrigen Herausgebern, VerlagsmitarbeiterInnen und weiteren politischen Köpfen darüber, “wo die politische und mediale Welt hingehen wird und was uns das eigentlich nicht angeht oder ob es uns doch sehr wohl alle betrifft”, waren der Ausgangspunkt für etwas, was es in dieser Form noch nicht gibt. Die ersten Feedbacks innerhalb des Verlags auf solche Ideen wie “Creative Commons”, “alles frei online” und “Blog-Plattform als Website” waren nicht immer druckreif und sollen daher an dieser Stelle nicht wiederholt werden. In vielen Gesprächen, Diskussionen, Präsentationen sind die Ideen weiter gereift – und gereift und gereift …

Zum Themenkomplex bzw. zum Zusammenspiel von “Soziale Bewegungen” und “Social Media” sollte es ein Buch und ein E-Book geben, dann auch eine Marketing-Website und schließlich eine Website mit allen Inhalten des Buchs frei zugänglich. Dazu ein ProjektBlog mit Einbindung und Rückbindung an eigens eingerichtete Social Media-Accounts auf Facebook, Twitter, gerüchteweise auch Google Buzz und Diaspora.

Einige Monate später begann die Idee eigener #sbsm-Workshopmodule zu reifen und schließlich mutierten die Ideen in der Zwischenzeit schon zu einer #sbsmCamp Un-Konferenz. Keine Ahnung, was noch an derzeit kaum vorstellbaren oder nur vage erahnbaren Dingen entstehen wird – alles lizenziert unter Creative Commons. Und das Besondere – zumindest gemessen an üblichen Produktionsprozessen eines Verlags: Es sollte nicht nur um Social Media gehen, sondern der Entstehungsprozess sollte vollkommen mit Social Media umgesetzt bzw. begeleitet werden.

VerlagsmitarbeiterInnen, die im Rahmen von Branchentreffen in informellen Gesprächen von den Projektideen erzählt haben, ernteten immer beides: großes Interesse und heftiges Kopfschütteln. Spätestens als einige alteingesessene Verleger, mit denen der Verfasser dieser Zeilen bei der Frankfurter Buchmesse 2010 im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierte, die Rettung mit den netten Helfern samt umgedrehter eng anliegender Jacken bemühen wollten, wussten wir, dass wir am richtigen Weg sind. Klassische Player in der Branche konnten sich nicht vorstellen, worüber wir nachdachten, konnten nicht nachvollziehen, dass wir uns für dieses Projekt engagierten.

Aus Perspektive des Verlagswesens ist es wertvoll zu erfahren und zu analysieren, wie “Social Media” nicht nur politische und gesellschaftliche Informations- und Kommunikationsprozesse verändern, sondern auch die verlegerischen Prozesse beeinflussen und zukünftig alle bisher bekannten Konzepte über den Haufen werfen könnten: von der Buch-Idee-Entstehung bis zur Produktion; von der Kollaboration zwischen AutorInnen über die Zusammenarbeit zwischen HerausgeberInnen und MitarbeiterInnen im Lektorat, bei der Grafik und dem Setzen bis hin zur Vermarktung und Auslieferung an die KundInnen.

“Social Media” spielt bei der Konsumation der Bücher durch die LeserInnen eine Rolle. Die Projektdokumentation über diverse Plattformen verschiebt den Marketingstart deutlich vor den Drucktermin. Texterstellung und Korrekturen über ein WIKI, Kurzinformationen über Twitter, Projektkommunikation über Facebook, Zusammenfassungen der Ergebnisse und Diskussionen zur Weiterentwicklung der Inhalte in Blogs sowie Abstimmungen zum Layout werden von einer Community getroffen und so weiter.

Der Verfasser fragt sich, ob das, was wir gerade ausprobieren, bald Standards sein könnten. Für eine Projektdokumentation über Flickr und Youtube, Abstimmungen zu Präsentationen über Slideshare, Dokumentübergaben nur mehr in der Wolke und das Lektorat sowie der Export von Text und Design über ein WIKI abgewickelt wird.

Haptik affinen Menschen – und auch der Verfasser dieser Zeilen zählt sich dazu – stellt es bei all diesen Veränderungen immer wieder die Haare auf. Fehler sind Erfahrung und die Branche war lange nicht mehr so auf Experimente und neue Versuche angewiesen wie in unserer aktuell alles erfassenden Medienrevolution. Angetrieben werden die alten Verlagshasen von den jungen Projektmanagerinnen Dagmar Thurnhofer, Melissa Huber und Habiba Memedoska, die durch ihr akribisches, innovatives Vorgehehen “Forschung und Entwicklung” betreiben.

Wo das alles hinführen wird? Ist das das Aufwachen der Gutenbergschen Schlafmützen, wie seit 500 Jahren Bücher produziert werden?

Let’s see… Follow! Es bleibt jedenfalls spannend!

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.